Im Zeitalter der Remakes der Puzzle-Klassiker, die immer und immer wieder
in verschiedenen Varationen neu aufgelegt werden, ist es umso erfrischender,
mal wieder ein neues Puzzlekonzept zu erleben, das noch dazu
speziell an die Hardware der Konsole angepasst ist. Mit Dropcast steht uns
ein solcher Titel ins Haus - und unser Review zeigt euch wie immer, ob es
das neue Konzept in sich hat oder nicht!
Doppelter
Screen, doppelter Stress...
In Dropcast kommen immer wieder Reihen mit verschiedenfarbigen Steinen aus dem
Boden und nähern sich schrittweise dem oberen Bildschirmrand. Tippt ihr nun mit
dem Touchscreen auf eine Ansammlung von zwei oder mehr Steinen der gleichen Farbe,
verschwinden diese. Soweit, so gut - doch der Sinn des Spiels ist damit nicht
erfüllt!
Der Nintendo DS wird bei Dropcast nämlich wie ein Buch gehalten - mit dem Touchscreen
rechts und dem Topscreen links. Euer eigenes Spielfeld wird rechts angezeigt,
das eures Gegners links. Löst ihr nun ein Gebilde von sechs oder mehr gleichfarbigen
Steinchen auf, attackiert ihr euren Gegner mit einem Zauber, der entweder einige
seiner Steine "sperrt", so dass er sie eine Zeit nicht abbauen kann, neue
Steine hinzufügt oder einen anderen gemeinen Effekt hat. Je mehr eigene Steine
ihr
auflöst,
desto
mächtiger
ist
der Zauber und desto schwerer wird es der Gegner haben, sich davon zu erholen.
Wessen
Steine
nun
als
erstes
am
oberen
Bildschirmrand
ankommen,
der hat das Duell verloren.
Im Modus Ingrids Fluch, in dem ihr alleine spielt und versuchen könnt, euren
Highscore immer weiter zu verbssern, wird
der
Stressfaktor
sogar
noch
um
einiges
erhöht:
Löst ihr dort sechs oder mehr
Steinchen auf, entsteht eine Reihe von Steinen auf dem Topscreen. Diese fällt
von oben nach unten runter und hat eine vorgegebene Form, die ihr vorher angezeigt
bekommt. Passt euch die Form gerade nicht, könnt ihr einfach 15 Sekunden warten,
dann ändert sie sich. Auch den Ort, an der die Form auf den Topscreen fällt,
könnt ihr bestimmen, indem ihr auf ein bestimmtes Kästchen klickt - die Form
kommt dann auch genau in der Spalte auf dem Topscreen an. Habt ihr im Topscreen
eine horizontale Linie ausgefüllt, verschwindet diese und ihr bekommt endlich
eure wohl verdienten Punkte gutgeschrieben.
...
doppelter Spass!
Ständig beide Bildschirme im Auge zu behalten
klingt kompliziert und ist auch nicht ganz stressfrei, sobald ihr den Dreh aber
raushabt, macht es eine Menge Spass! So kombiniert ihr gekonnt immer mehr Steine
zu gigantischen Angriffen und blockt gekonnt Sticheleien eures Gegners, indem
ihr zur rechten Zeit einen eigenen Angriff startet. Mit der Zeit kommen immer
mehr verschiedene Angriffe dazu, die euch - aber auch euren Gegnern - das Leben
schwer machen.
Dank der vielen Spielmodi ist Dropcast auch nicht schnell durchgespielt, zumal
die einzelnen Duelle auch eine Zeit dauern. Habt ihr die Storyline im Battle
Royale Modus durchgespielt, könnt ihr den gleichen Modus gegen einen oder mehrere
Computergegner versuchen oder einen neuen Highscore bei Ingrids Fluch aufstellen.
Wer die Herausforderung liebt, kann zudem über die Drahtlosverbindung gegen einen
Freund antreten - so habt ihr lange Spass an Dropcast.
Präsentation Die Grafik ist für ein Puzzlespiel recht gut gelungen, vor
allem die Zeichnungen in den Zwischensequenzen der Story sind stimmungsvoll.
Die Icons sind gut zu unterscheiden und die Anzeigen alle gut lesbar und
verständlich.
Die Musik zu Dropcast ist passend zur fiesen Ingrid böse und passt zum Comic-Stil
des Puzzles. Auch die Soundeffekte sind in Ordnung und lassen euch auch ohne
hinzusehen hören, was gerade passiert ist. Eine Sprachausgabe gibt es leider
nicht, wer wenige Text muss gelesen werden.
Gesteuert wird ausschließlich über den Touchpen, was auch wunderbar funktioniert.
Fazit
Mit Dropcast erwartet euch ein neues Puzzlespiel, das man in ähnlicher Variation
zwar schon gesehen hat (z.B. Super Puzzle Fighter), das aber durch neue Effekte
und vor allem die perfkte Anpassung an die Hardware des Nintendo DS Punkten
kann. Der Multiplayermodus tut sein Übriges, um Dropcast zu einer kleine Puzzle-Perle
werden zu lassen - schade nur, dass es kein Spiel über WiFi gibt...
Vielen Dank an THQ für die kostenlose
Bereitstellung eines Reviewexemplars!