Während Besitzer anderer Konsolen das neuste Abenteuer des persischen Prinzen
in 3D und "in Groß" erleben dürfen, müssen Nintendo-Fans auf Grund der fehlenden
Wii-Umsetzung auf das Nintendo DS Spiel zurückgreifen. Dieses bietet dafür
eine komplett unabhängige Story und spielt sich auch ganz unterschiedlich
zu den anderen Versionen. Wie der Prinz im neusten Handheld-Abenteuer abschneidet,
erfahrt ihr wie immer
in
unserem
Review.
Der
Prinz ist zurück...
Eine uralte Gottheit der Zerstörung bedroht die Heimat des Prinzen - die einzige
Hoffnung liegt in einem seit Jahrhunderten verlassenem Königreich und seinem
Herrscher. Kaum im alten Königreich angekommen befreit unser übermütiger Prinz
eine seltsame Gestalt, die statt Rettung noch mehr Übel über das Land bringen
soll... Doch diesmal kämpft der Prinz nicht allein: Ein seltsamer Magus steht
ihm zur Seite - doch ob beide wirklich auf der selben Seite stehen?
Soviel zur Story der Handheld Version, die zwar im gleichen Land wie die "großen"
Versionen spielt, aber eine komplett andere Story und auch - bis auf den Prinzen,
der aber auch eher jugendlich aussieht - andere Personen bietet.
Prince of Persia: The Fallen King präsentiert sich zwar in 3D Grafik, ihr
schlagt euch aber dennoch durch klassisch 2D gehaltene Level. Das Hauptaugenmerk
liegt
dabei
bei
Kämpfen
gegen verschiedene genger,
dem Ausweichen zahlreicher Fallen und dem Überwinden von Hindernissen. Anstatt
wie üblich mit dem Steuerkreuz und den Aktionstasten, steuert ihr den Prinzen
nur über den Touchscreen. Haltet ihr den Stylus auf einer Stelle, läuft der Prinz.
Um an Wände zu springen, muss nur auf die Wand getippt werden, Gegner werden
ebenfalls mit einem Antippen angegriffen oder einem Strich mit besonderen Attacken
getroffen. Ein Tutorial in dem Sinne gibt es nicht - wenn ihr während den Levels
aber auf Hindernisse stoßt, die ihr noch nicht kennt, wird euch kurz angezeigt,
wie und wohin ihr den Stylus bewegen müsst, um das Hinderniss zu umgehen.
...
und nicht allein!
Die Hindernisse in eurem Weg erinnern dabei an das ganz klassische
2D Prince of Persia: Ihr springt an Wänden hoch, weicht Stacheln aus dem Boden
aus, zerschmettert Felsbrochen, usw. Da das auf Dauer sehr eintönig wird, haben
die Entwickler beschlossen, dem Prinz wieder jemanden zur Seite zu stellen. Diesmal
jedoch keine attraktive Perserin, sondern einen Magus, der hinter einer roten
Kapuze versteckt ist. Im späteren Spielverlauf könnt ihr jederzeit zwischen dem
Prinzen und dem Magus wechseln, um so neue Aufgaben zu lösen und Gegner zu bekämpfen.
Das bringt die nötige Abwechslung in das Spiel, das sonst schnell langweilig
werden würde.
Prince of Persia: The Fallen King gibt euch zwar die Möglichkeit, bereits besuchte
Level
nochmal
anzuwählen, ansonsten ist das Spiel aber streng linear gehalten. Auch die
Spieldauer ist recht kurz, einen Anreiz zum erneuten Spielen gibt es leider -
bis auf das Einsammeln aller Boni - nicht.
Wer außerdem auf den knackigen, verwegenen Prinzen hofft, wird schwer enttäuscht:
der Prinz der Nintendo DS Version ist deutlich kindlicher gehalten und hat zudem
eher maue Sprüche auf Lager.
Präsentation Grafisch gibt Prince of Persia auf dem Nintendo DS einiges
her. Die Figuren sind gut animiert, die Zwischensequenzen schön. Lediglich
das Leveldesign wird leider zu oft wiederholt und wirkt etwas eintönig.
Leider schneidet das Spiel in Sachen Soundkulisse nicht so gut ab. Die Musik
ist eintönig und bietet einfach nicht den typische Prince of Persia Flair.
Auch fehlt eine Sprachausgabe, die das ganze noch etwas abgerundet hätte.
Gesteuert wird allein mit dem Touchpen.Wo ihr auf dem Touchscreen hintippt,
da bewegt sich der Prinz auch laufend oder springend hin. Beim Kämpfen und
Laufen funktioniert das ganz gut, viele Sprünge gehen aber ins Leere, da
der Touchscreen oft nicht so reagiert, wie gewünscht. Stellt euch also darauf
ein, dass ihr öfter mal runterfallen oder sterben werdet :-)
Fazit
Wer Prince of Persia mag und gerne nur mit dem Stylus spielt, kann mit Prince
of Persia: The Fallen King eigentlich nichts falsch machen. Das Spiel ist schnell
durchgespielt, macht aber vor allem mit der neuen Figur, dem Magier, sehr viel
Spass. Lediglich mit der Comic-Grafik und dem kindlichen Prinz muss man sich
anfreunden können...
Vielen Dank an Ubisoft für die kostenlose
Bereitstellung eines Reviewexemplars!