Während ihr in den meisten Spielen die Ursache für Tod, Chaos und Zerstörung
seid, müsst ihr in Emergency DS zur Abwechlsung die Schritte nach einem Notfall
planen. Wie der Nintendo DS Ableger der Emergency-Reihe abschneidet, erfahrt
ihr in unserem Review.
Tatüüü-Tataaaa!
Emergency DS startet da, wo viele andere Spiele aufhören: Nach einer Katastrophe.
Anfangs habt ihr es noch mit vergleichweise kleinen Unfällen zu tun, später werdet
ihr mit eurem Team aber in ein echtes Katastrophengebiet geschickt. Da heisst
es, einen kühlen Kopf bewahren und nach und nach für Ordnung sorgen.
Das Tutorial beginnt mit einem Autounfall mitten in der Stadt. Einer der beiden
Wagen
brennt und eine verletzte Person liegt auf der Kreuzung. Zur Verfügung stehen
euch Feuerwehrmänner, der Notarzt und Sanitäter, sowie ein Krankenwagen. Bevor
ihr nun mit den verschiedenen Möglichkeiten der einzelnen Hilfskräfte restlos
überfordert seid, wird euch im Tutorial Schritt für Schritt erklärt, was es zu
tun gibt. Zunächst müsst ihr einen Feuerwehrmann auswählen und dann über das
kleine Iconmenü auswählen, was er tun soll. Damit er einen Brand löscht, müsst
ihr ihn zuerst mit einem Feuerlöscher ausrüsten und dann zu dem brennenden Auto
schicken. Der Notarzt hat zum Glück nicht so viele Interaktionsmöglichkeiten:
Er muss zuerst einen Patienten behandeln, dann können die Sanitäter ihr abtransportieren
und zuletzt schickt ihr den Krankenwagen mit dem Patienten ins Krankenhaus.
Mehr
Action, bitte!
Je größer der Notfall, desto mehr unterschiedliche Einsatzkräfte,
wie z.B. Polizisten zur Befragung und Festnahme, stehen euch zur Verfügung. Trotz
der zahlreichen Aktionsmöglichkeiten bleibt der Spielablauf von Emergency DS
streng linear und bietet trotz des Katastrophenszenarios viel zu wenig Action.
Auf dem oberen Bildschirm seht ihr stets, was es zu tun gibt - so müsst ihr nur
in der richtigen Reihenfolge die Einsatzkräfte auswählen und ihnen ihre Aufgaben
zuweisen. Auch wenn ihr mal mehrere Dinge auf einmal erledigen müsst, kommt ihr
nicht ins Schwitzen. Schade eigentlich, denn so kommt bei Emergency DS einfach
nicht der Kick auf, den man sich bei diesem Genre erwartet.
Präsentation Grafisch bietet Emergency DS eine solide 2D-Grafik - es hätte
besser gehen können, ist aber in Ordnung und erfüllt seinen Zweck.
Die Soundeffekte wie Sirenen und die Festnahme sind gut gelungen, die Einheiten
haben sogar eine Sprachausgabe, wenn sie Befehle ausführen. Auch die
dynamische Musikuntermalung passt und versucht, das Spiel spannender zu machen.
Gesteuert wird ausschließlich mit dem Stylus, was sich geradezu anbietet
und perfekt auf das Spiel zugeschnitten ist.So habt ihr stets die genaue
Kontrolle und könnt alle Schritte gut planen.
Fazit
Ein Emergency-Teil für den Nintendo DS ist ein guter Ansatz und technisch auch
passabel umgesetzt - leider fehlt es bei diesem Titel allerdings an Action
und spielerischem Stress, den man bei einem Katastrophenszenario erwartet.
Ihr könnt ganz gemütlich die Einsätze eurer Männer planen, diese schlendern
dann zum Einsatzort und helfen ohne großen Enthusiasmus. Schade ist auch, dass
nach 20 Missionen bereits Schluss ist - diese sind schnell durchgespielt und
ein erneutes Durchspielen kommt allein wegen höherer Auszeichnungen am Ende
jeder Mission in Frage. Wir vermissen in Emergency DS einfach einen gewissen
Nervenkitzel...
Vielen Dank an rondomedia für die kostenlose
Bereitstellung eines Reviewexemplars!