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SPORE - Wilde Kreaturen

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Titel: SPORE - Wilde Kreaturen
System: Nintendo DS
Publisher: Electronic Arts GmbH
   
Genre: Simulation
Spieleranzahl: 1-2 Spieler
Mehrspielermodus: Drahtlosverbindung
WiFi (Online): Nein
Alterseinstufung: Alterseinstufung
Besonderheiten: Keine
Releasetermin: 04. September 2008


Zur Herstellerbeschreibung von SPORE - Wilde KreaturenSpieletest zu SPORE - Wilde KreaturenLösungen und Cheats für SPORE - Wilde KreaturenDiskutiere über SPORE - Wilde Kreaturen im Forum!



Review (Spieletest):

Es kam aus dem Wasser...
Ganz nach der Evolutionstheorie beginnt das Leben in SPORE - Wilde Kreaturen im Wasser. In knappen Sätzen wird erzählt, dass auf den Planeten eine wilde Mutation bei den Kreaturen umgeht, die einen bösen Urheber hat. Doch als er sich dem nächsten Planeten nähert, entkommen zwei von fünf Kreaturen, die er als Wirte benutzen will und retten sich aus dem Wasser an Land.

Eine dieser Kreaturen - Oogie - seid ihr. Anfangs seht ihr noch recht unspektakulär aus: ohne Beine oder Arme, nur mit einem Schneckenkörper und einem paar Augen. Doch schon bald findet euer Partner "klein Oogie" ein neues Körperteil, nämlich einen Mund für euch. Nun könnt ihr Nahrung aufnehmen und so euer Leben wieder auffüllen - außerdem schaut ihr schon mehr nach einer Kreatur aus :-)

Um Körperteile anzubringen, müsst ihr nun ein Nest finden - in der freien Wildbahn geht das nämlich nicht. Zum Glück ist klein Oogie recht schnell und findet ein geeignetes Plätzchen für euch. Kaum angekommen wechselt ihr gleich in den Kreaturen-Designer.

Einmal Gott spielen
Im Kreaturen-Designer könnt ihr eure Kreatur ganz nach Belieben verändern und gestalten - sofern ihr Körperteile gefunden habt. Und genau da liegt auch der Wermutstropfen der ganzen Sache. Während euch völlige Freiheit im Designen eurer Kreatur zugesichert wird, müsst ihr im Verlauf des Spiels immer wieder genau die Körperteile anbringen, die zum Weiterkommen verlangt werden. Das schränkt eure Freiheit natürlich empfindlich ein, ist aber für den Spielverlauf unerlässlich.

Eure Kreatur könnt ihr in Sachen Körperform, Augen, Mund, Arme, Beine, Schwanz und Extras, wie z.B. Rückflossen ausstatten. Jedes Körperteil hat zudem bestimmte Fähigkeiten. Beine beispielsweise erhöhen eure Verteidigung im Kampf gegen andere Kreaturen, je fortgeschrittener die Beine, desto mehr Verteidigungswert haben sie. Bestimmte Körperteile können euch aber komplett neue Fähigkeiten, wie durch tiefes Wasser gehen oder Heilen lernen. Ersetzt ihr das entsprechende Körperteil wieder, ist der Vorteil verloren...

Zu Anfang stehen euch nur ein paar wenige Teile zur Verfügung, im Laufe des Spiels könnt ihr aber an jeder Ecke neue Teile finden und euch verschiedene Kreaturen bauen. Nur gut, dass man eine fertige Kreatur auch speichern kann, um dann immer wieder zwischen einem Kämpfer, einem Wasserläufer oder einem anderen eurer Wesen hin und her schalten kann, ohne alles nochmal auszurüsten.

Auch in Sachen Farbe und Körperbemalung habt ihr verschiedene Möglichkeiten - zudem könnt ihr die Körperteile in ihrer Größe und Ausrichtung verändern. So sehr man auch im Spielverlauf in gewisse Kreaturenmuster gedrängt wird, so viel Möglichkeiten hat man dann wieder zur freien Gestaltung.

Sozialisieren
Sobald ihr "Oogie" von seinem Schneckendasein befreit und ihn etwas ansehnlicher gemacht habt, ist es auch schon an der Zeit die Kreaturen auf diesem Planeten kennenzulernen.

Ihr bewegt eure Kreatur entweder mit dem Touchpen oder mit dem Steuerkreuz über die Welt. Die Kamera könnt ihr mit der R- und L-Taste drehen. Sämtliche Interaktion mit Objekten oder Kreaturen erledgit ihr ebenfalls mit dem Touchpen. Kriecht, watschelt oder lauft also hinüber zu dem "Taptup" und tippt das Rufen-Symbol an, dann wird er auf euch aufmerksam. Nun erscheinen entweder Smileys oder eine Blume über seinem Kopf. Bei den Smileys müsst ihr einfach das Smiley auf die Kreatur ziehen, um sie zu knuddeln. Bei der Blume startet ein kleines Tanz-Minispiel, bei dem ihr rechtzeitig im Rhytmus auf eine der vier Blumen am Bildschirm klicken müsst. Erledigt ihr eine der Aufgaben, steigt die Sympathie der Kreatur euch gegenüber. Ist die Sympathieleiste voll, ist sie euer Freund und ihr könnt sie dazu bewegen, euch überall hin zu folgen.

Nicht nur "Friede, Freude, Eierkuchen"
Soweit so gut, doch auf den Planeten leben nicht nur freundliche Kreaturen. So werden ihr gleich nach dem sozialisieren in eine Kampfsituation geworfen. Die bösartige fremde Kreatur greift ihr an, indem ihr mit dem Touchpen einen aggresiven Strich über sie zieht - verteidigt wird automatisch. Der Taptup, der euch ja folgt, wird sich mutig mit den Kampf stürzen und euch so unterstüzen. Habt ihr gewonnen hinterlässt euch der Gegner etwas zu fressen und ein neues Kreaturenteil.

Kaum ist der Schock und das eben gelernte verdaut, kommt auch schon das nächste Übel: "Klein Oogie" wird von dem Raumschiff aus dem Intro entführt! Da bleibt nicht viel zu tun, als sich stetig weiterzuentwickeln und vielleicht selbst so hoch in der Evolutionsleiter aufzusteigen, um ein eigenes Raumschiff zu bauen - denkt sich zumindest eure Kreatur.

Damit ist das Intro beendet und ihr könnt das gelernte nun selbst im Laufe des Spiels anwenden.

So weit, so gut...
Nun müsst ihr im Grunde immer nur das Gleiche tun: Ein Nest finden, euch für die nächste Herausforderung ausrüsten, euch mit Kreaturen anfreunden, kämpfen, etc. Der treibende Faktor ist dabei nicht die eher flache Story, sondern die Möglichekeit, eure Kreatur weiterzuentwickeln. So kann sie nach einiger Zeit bereits durch tiefes Wasser laufen, lernt einen Feueratem kennen, kann Fleisch essen, usw.

Allerdings wird das ganze Spiel auf Dauer sehr sehr eintönig... Vor allem die lediglich zwei unterschiedlichen Minispiele zum Anfreunden mit Kreaturen hängen euch nach dem fünften, spätestens zehnten Mal einfach nur zum Hals raus. Auch die Kämpfe sind nicht sonderlich schwer, wenn ihr euch immer weiter ausrüstet. Das einzige, was wirklich Spass macht, ist das Basteln eurer eigenen Kreatur und zu sehen, wie sie auf verschiedenen Beinen und Armen durch die Welt wandert.

Einige Worte zur Performance
SPORE - Wilde Kreaturen präsentiert sich in einer dreidimensionalen Cell-Shading-Grafik, bei der die Kreaturen aber 2D und flach wie Pfannkuchen sind. Diese Grafik ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, passt aber perfekt zum Spielflair und lässt euch gut in die verrückte Welt von Spore eintauchen.

Auch die Soundausgabe ist bunt und quirlig und passt stets zum Spielgeschehen.

So karg die Landschaften auch manchmal ausfallen mögen, so detailvoller sind aber die Kreaturen in Spore gestaltet, so dass ihr das Gefühl habt, in einem verrückten Zoo gelandet zu sein. Von der Performance her gibt es also nicht viel auszusetzen ;-)



Fazit
Ein frisches, neues Spielprinzip nach dem "Mal Gott sein"-Prinzip, das allerdings schnell eintönig wird. Lediglich das Erschaffen von neuen Wesen und die Weiterentwicklung dieser treibt den Spieler an, Spore nicht aus der Hand zu legen. Wer aber auf der Suche nach nonstop-Action ist, sollte sich lieber ein anderes Spiel kaufen.

Spielbewertung Gesamtbewertung

Vielen Dank an EA - Electronic Arts GmbH für die kostenlose Bereitstellung eines Reviewexemplars.




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