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The Legend of Zelda: Phantom Hourglass

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Titel: The Legend of Zelda: Phantom Hourglass
System: Nintendo DS
Publisher: Nintendo
   
Genre: Action-Adventure
Spieleranzahl: 1-2 Spieler
Mehrspielermodus: WiFi
WiFi (Online): ja
Alterseinstufung: Alterseinstufung
Besonderheiten: Fortsetzung von The Legend of Zelda: The Wind Waker
Releasetermin: 19. Oktober 2007

Zur Herstellerbeschreibung von The Legend of Zelda: Phantom HourglassSpieletest zu The Legend of Zelda: Phantom HourglassLösungen und Cheats für The Legend of Zelda: Phantom HourglassDiskutiere über The Legend of Zelda: Phantom Hourglass im Forum!



Review (Spieletest):

Review von Benjamin:

1. Intro:

Phantom Hourglass knüpft an die Geschichte von „The Windwaker“ an, welches 2003 für den Gamecube erschienen ist. Was sich in „The Windwaker“ ereignet hat, wird in Form von stilisierten Bildern wiedergegeben, die an Papirschnitte erinnern.
Nach dieser Vorgeschichte wird in die Spielgrafik gewechselt. Wir sehen Link, Tetra und ihre Piratencrew. Aus den Dialogen der Reisenden wird klar, dass sie auf der Suche nach einem Geisterschiff sind, welches wiederum für das Verschwinden von zahlreichen anderen Schiffen verantwortlich sein soll. Tetra glaubt jedoch nicht an Geister, sondern glaubt eher an böse Piraten, die in diesem Gewässer ihr Unheil treiben.
Plötzlich wird es neblig und das gesuchte Geisterschiff erscheint. Es hält direkt neben dem Schiff von Tetra und ihrer Crew. Tetra glaubt immer noch nicht, das es sich hierbei um ein Geisterschiff handeln soll. Sie vermutet eher Schätze auf dem Schiff und springt an Bord. „Ich werde die Wahrheit herausfinden“ ruft sie. Als sie an Bord geht, erscheint auf einmal ein Blitz und man hört Tetra schreien. Das Schiff fährt weiter… Link springt wagemutig an das Geländer des Schiffs, kann sich jedoch nicht halten und fällt ins Meer.

Er wacht auf an einem Strand. Eine kleine Fee namens Ciela fliegt um ihn herum und ruft nach ihm. Auch sie hat schon viel über das Geisterschiff gehört und bittet Link, mit ihr zu ihrem Großvater zu gehen. Dieser weiß mehr über das Schiff und kann ihm vielleicht helfen…

…und hier bekommt der Spieler erstmals die Kontrolle über Link.

2. Der Anfang:

Man bekommt sehr gut erklärt, wie man mit der Spielwelt interagieren kann, wie man Link steuert und auch die Karte, welche man auf dem oberen Bildschirm sieht. Auf dieser kann man sich Notizen machen und auch wichtige Punkte markieren. Dieses nützliche Feature wird im weiteren Spielverlauf noch sehr oft von Bedeutung sein.

Der Anfang ist etwas holprig. Ich muss einen Weg finden an den Hafen zu Kapitän Linebeck, kann aber wegen einer eingebrochenen Brücke nicht den direkten Weg nehmen. Großvater Siwan warnt mich immer davor, die Strecke durch den Norden zu nehmen, wegen den dortigen Monstern. Fee Ciela sagt aber, dass wir ein Schwert brauchen um eben die Monster zu besiegen. Gut, aber woher bekomme ich das Schwert? So irre ich erstmal umher, bis ich mich nochmals in das Lager von Großvater Siwan begebe, wo mich Ciela dann darauf aufmerksam macht, dass Siwan hier immer eine Zahl auf das Schild geschrieben hat um das Tor zu öffnen. Die Anzahl der Palmen am Strand. Nachdem ich diese dann gezählt habe, zeichne ich die Zahl mit dem Touchpen auf das Schild. Das Tor zum Lager öffnet sich und ich kann das dortige Schwert an mich nehmen. Jetzt können mich die Monster im Norden nicht mehr aufhalten.

Man wird sehr sachte in die Geschichte und in die Spielwelt eingeführt, was sehr gut ist. Am Anfang steht man z.B. vor einem Tor, das einen Schlüssel benötigt. Diesen findet man in einer Schatzkiste, die direkt neben dem Tor steht. Im Weiteren Spielverlauf muss man dann schon weitere Strecken und Gefahren hinter sich lassen um den Schlüssel für ein bestimmtes Tor zu finden.

Auf der Suche nach Kapitän Linebeck stößt man dann schließlich auf den Tempel des Meereskönigs. In diesen kommt man während des Spiels immer wieder zurück. Mit neuem Wissen und neuen Items um sich den Weg immer tiefer in den Tempel zu bahnen.

Mit Linebeck sticht man dann auch in See. In dem Schiffsmodus legt man auf einer Karte per Touchpen die Route fest, die das Schiff dann abfährt. Jede begehbare Insel hat ihren Hafen an den man andocken kann um sie zu erkunden. Auf diese Weise bereist man die gesamte, riesige Spielwelt und erkundet zahlreiche Tempel in denen man wieder neue Items ergattert um damit gegen den Obermotz am Ende des Tempels siegreich zu sein. Dieses Prinzip zieht such insgesamt wie ein roter Faden durch alle Zelda-Spiele. Ich erinnere mich noch an das SNES-Spiel „A Link to the Past“, dort war es ähnlich. Auch einige Items aus Phantom Hourglass erinnern mich stark an das SNES-Spiel.

Der Anfang mit dem Einführen des Spielers in die Welt und die Steuerung ist wirklich sehr gelungen. Zelda eben…

3. Spaß:

Ich hatte über die gesamte Spielzeit hinweg immer sehr viel Spaß gehabt. Das Spiel fasziniert mich. Die Steuerung des Charakters und seinen Items sowie die Handhabung der Karte, auf der ich Notizen machen kann bis hin zur Ausnutzung der Nintendo DS – Hardware. Mit letzterem sind die Rätsel gemeint bei denen man z.B. in das Mikrophon pusten muss, um den Staub von einer gefundenen Seekarte zu pusten oder den DS zuklappen muss, um etwas sichtbar zu machen. Dieses Ausbrechen des Denkens aus dem Spiel in die Realität durch die Nutzung der DS-Hardware sorgt immer wieder für einen Aha-Effekt. Einfach klasse.

Sehr viel Spaß machen auch die Charaktere. Die Streitereien zwischen Ciela der Fee und Kapitän Linebeck sind z.B. immer sehr lustig anzusehen. Auch die Animationen und die Gesichtsausdrücke sorgen für den einen oder anderen Lacher.

Nur an wenigen Stellen wurde der Spaß ein wenig getrübt, weil ich absolut nicht wusste, was ich zu machen habe oder wohin ich reisen muss.

4. Gameplayüberblick:

- Mit dem Schwert kämpfen durch Benutzen des Stylus.
- Geschicktes und überlegtes Einsetzen der Items, die man auf seiner Reise sammelt. Besonders knifflig wird es, wenn man im Tempel des Meereskönigs dann den Einsatz der Items kombinieren muss um voran zu kommen. Das ganze wirkt alles immer sehr durchdacht und es erfordert ein wenig Hirnschmalz um weiterzukommen. Sehr genial.
- Mit dem Schiff zu verschiedenen Inseln reisen.
- Schätze bergen mit dem Greifarm des Schiffs.
- Das Schiff mit besseren Schiffsteilen ausstatten.
- Schwächen der Gegner erkennen und Nutzen.
- Bewegungsmuster der Endgegner erkennen um entsprechend zu agieren.
- Erkennen, was man mit dem gefundenen Item machen muss um den Endgegner des Tempels zu besiegen.
- Notizen auf der Karte machen. Sehr wichtig, um sich Reihenfolgen zu notieren oder einen bestimmten Ort, den man bereisen will.
- Mit Leuten unterhalten.
- ins Mikrophon pusten um Kerzen zu löschen oder Staub von Seekarten zu entfernen.

An der Liste merkt man, dass das Spiel wirklich sehr abwechslungsreich ist.

5. Visuelle Dinge:

Die Spielwelt ist sehr liebevoll gestaltet. Alles ist sehr detailliert und sorgt für die entsprechende Stimmung im Spiel. Selbst Räume die nur kurz besucht werden, wurden mit viel Liebe zum Detail gestaltet.

Wie bei „The Windwaker“ ist die Spielgrafik im Cell-Shading-Look. Während mich dieser Look bei genanntem Spiel noch gestört hat, finde ich ihn auf dem DS wirklich sehr ansprechend. Trotz des Comiclooks hat man überhaupt keine Probleme damit, Gegenstände zu erkennen oder irgendwelchen optischen Verwirrungen ausgesetzt zu sein. Die Grafik passt perfekt zum Spiel.


6. Intelligenz:

Die Feinde agieren alle nach einem bestimmten Bewegungs- und Aktionsmuster. Hat man dieses erkannt und hat man erkannt, wie man vorgehen muss um sie zu besiegen, ist nur ihre Anzahl und die eigene Schnelligkeit und Geschicklichkeit bei der Steuerung entscheidend für den Sieg.

Das Spiel ist sehr herausfordernd aber meistens in einem Maße, dass man es dennoch schafft. Die Lernkurve ist flach, so dass man nur selten wirklich Probleme hat um im Spiel voranzukommen.

7. Immersion:

Der Spieler wird ständig mit Neuem gefüttert, was ihn dazu motiviert immer weiterzuspielen. Die Rätsel und die Items sind, wie in jedem Zeldaspiel, stark miteinander verbunden, so dass man eigentlich in jedem Tempel mit einem andern Item neue Rätsel lösen muss. Manchmal muss man auch geschickt mehrere Items kombiniert einsetzen um voranzukommen.

Die Geschichte ist sehr gut meiner Meinung nach und motiviert ebenso zum Weiterspielen. Man will wissen, wer oder was hinter allem steckt. Überraschungen hat die Geschichte auch zu bieten.

Die Charaktere mit denen man länger zu tun hat, wirken lebendig und nicht künstlich. Vor allem Linebeck mit seiner chronischen Flucht vor Gefahren macht innerhalb der Geschichte eine Wandlung durch. Ich würde sogar dazu neigen zu sagen, dass Linebeck eher den Spieler verkörpert als Link, der eigentlich nie ein Wort spricht, sondern andere Charaktere nur immer auf ihn und seine Aussagen reagieren, die er scheinbar macht, aber für den Spieler nicht zu sehen sind.
Auf der Reise durch die Spielwelt trifft man natürlich auch andere Charaktere und Völker, mit denen man sich unterhalten muss und das Salz in der Suppe sind.

Das Spiel hat wirklich sehr viel zu bieten und ist dadurch sehr abwechslungsreich. Verschiedene Items, die man überlegt einsetzen muss, dann das Fahren mit dem Schiff, das Bergen von Schätzen, verschiedene Minispiele, und, und, und… In diesem Spiel wird es einem nie langweilig…

8. Kameras:

Nur sehr selten behindert ein Gegenstand der Spielwelt die Kamerasicht. Zum Beispiel wenn man hinter einem Baum steht und ein wichtiges Item aufsammelt, sieht man in der folgenden Nahaufnahme nicht Link, sondern nur das Grün des Baums, weil dieser eben vor Link steht. Aber wann sammelt man auch schon mal ein wichtiges Item genau hinter einem Baum ein?

Ansonsten gibt es bezüglich der Kamera nichts zu meckern. Man sieht immer alles, was man sehen muss. Items wie der Greifarm oder der Bumerang verschieben die Ansicht der Kamera jedoch, damit man auch sieht, wohin man schießt.

9. Steuerung:

Die Steuerung hat sehr viele Überraschungen parat. Das Auspusten von Kerzen durch das Pusten in das Mikrophon des DS und das Rufen ins Mikro um jemanden auf sich aufmerksam zu machen sind nur zwei Beispiele. Die Hardware des DS wird sehr gut genutzt!

Link wird mit dem Touchpen gesteuert, weshalb man das gesamte Spielgeschehen auf dem unteren Bildschirm sieht. Diese Steuerung ist auf der einen Seite sehr gut, weil intuitiv. Auf der anderen Seite kann ich mit dieser Steuerung das Spiel nicht einfach mal so unterwegs spielen. Beim Einsatz des Touchpens habe ich den DS nämlich lieber irgendwo liegen um ihn nicht in der Hand halten zu müssen. Das ganze ist aber Geschmackssache, denke ich.

Das Interface lässt auch keine Wünsche offen.
Die Steuerung des Bumerangs funktioniert, indem man die Strecke, den der Bumerang fliegen soll, mit dem Touchpen aufmalt. Auch andere Items funktionieren nach diesem Prinzip. Das Kämpfen mit dem Schwert geschieht natürlich auch durch den Touchpen. Will man einen Feind direkt attackieren, berührt man ihn mit dem Touchpen. Eine Wirbelattacke macht man, indem man ganz schnell einen Kreis um Link zeichnet.

Auf der Karte lassen sich kleine Notizen machen, um bestimmte Dinge nicht zu vergessen. Die Route, die man mit dem Schiff zurücklegen möchte, muss man ebenfalls mit dem Touchpen aufzeichnen.

10. Ideen:

Sehr viele, sehr gute und lustige Ideen, die ich gar nicht alle aufzählen kann.

Die bereits genannten Interaktionen mit der DS-Hardware haben mir am besten gefallen. Nachdem ich das erste mal nach einem NPC gerufen habe, also wirklich ins Mikrophon gesprochen habe, war ich echt begeistert. Später kommt dann das pusten ins Mikrophon um den Staub von einer Seekarte zu entfernen usw.

Auf einer Insel hat man keine Karte zur Verfügung sondern muss sich blind auf dieser bewegen. Durch das Zeichnen der Umrisse der Karte, kann man dann auch das Rätsel lösen, welches einem auf der Insel gestellt wird. Grandios!

Dass man mehrere Items einsetzen muss, um bestimmte Rätsel zu lösen, hat mir gut gefallen. Vor allem das die bereits gesammelten Items immer wieder zum Einsatz kommen und nicht im Inventar versauern, finde ich gut. Man muss beim Spielen wirklich nachdenken!

Im Tempel des Meereskönigs wird einem Lebensenergie ausgesaugt und nur auf Schutzfeldern ist man davor sicher. Mit der Phantomsanduhr ist man auch außerhalb dieser Schutzzonen immun gegen das Aussaugen. Jedoch hat man nur eine bestimmte Menge an Sand, so dass die Uhr irgendwann leer ist. Das zwingt einen dazu, mit der verfügbaren Zeit sehr gewissenhaft umzugehen.

Das Notieren auf der oberen Karte im Spiel hat mich auch fasziniert. Dadurch ist es einfacher, sich Reihenfolgen von Hebeln zu merken oder bestimmte Orte später noch mal zu besuchen.

11. Erinnerung

In Erinnerung bleiben mir die Rätsel bei der die DS-Hardware zur Lösung benutzt werden muss. Ebenso der (kombinierte) Einsatz vieler verschiedener Items.

Der Charakter Linebeck bleibt mir auch in Erinnerung. Er bringt sehr viel Spaß in das Spiel.

Was ich ändern würde:

Nur eine Sache hat mich wirklich gestört: Auf einer Insel gibt es einen Häuptling, der einen nur weiterkommen lässt, wenn man eine Reihe von Fragen richtig beantwortet. Das ganze ist eher ein schlechtes Quiz, dann man immer wieder von vorne starten kann. Dadurch ist es einfach ein stupides Trial and Error bei dem man nur Geduld braucht um es immer wieder zu versuchen, mehr nicht.

Auch sind ein, zwei Rätsel im späteren Spiel nicht so sehr durchschaubar. Bei diesen musste ich im Internet nachschauen um weiterkommen zu können. Nervig, wenn man beim Spielen im Bett liegt und den PC bereits ausgeschaltet hat aber unbedingt im weiterspielen möchte…

Was ich von Spielanfang bis Spielende nicht verstanden habe: Diese Lichtgeisttropfen die ich einsammeln muss. Was mache ich mit denen? Ich sammele die zwar immer wieder ein, aber brauche sie überhaupt nicht im gesamten Spiel. Es ist irgendwie nervig, wenn man in einem Tempel wirklich darum kämpft um an eine bestimmte Schatztruhe zu kommen und darin dann nur so ein Lichtgeisttropfen ist, den man „jetzt noch nicht benutzen kann“. Besser wäre es gewesen, wenn man vor dem Endkampf mit diesen Lichtgeisttropfen irgendetwas wichtiges machen muss… Erst dann würde sich das Sammeln auszahlen.



Fazit

Wer einen DS hat muss dieses Spiel besitzen und durchspielen! Erst dann weiß man, was ein gutes Spiel ausmacht.


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