Sonic startet auf dem Nintendo DS wieder voll durch - und diesmal hat er jede Menge Freunde und sogar einen WiFi-Modus mitgebracht!
Sobald das Spiel gestartet ist, seht ihr Sonic und Tails in einem kleinen Flugzeug über ein stürmisches Meer fliegen. Es kommt, wie es kommen muss, beide geraten in einen schrecklichen Sturm und stürzen auf einer einsamen Insel mitten im Meer ab. Kaum haben sie sich von der Landung erholt treffen sie auch schon auf die quirlige Marine (eine Art Waschbär...), die auf "Marine Island" heimisch ist und kaum auf das nächste Abenteuer warten kann. Marine ist aber auch zu etwas nützlich und hat ein altes Buch über Schiffbau. Weil niemand ewig auf einer einsamen Insel festsitzen will, opfert sich Tails kurzerhand dazu, ein Schiff zu bauen. Das notwendige Material muss mal wieder Sonic besorgen und so beginnt eure erste Mission.
Gameplay
Die eigentlichen Level sind klassisch und passend zur Sonic-Reihe: Der kleine blaue Igel rennt in Hochgeschwindigkeit durch ein 2D-Szenario, sammelt dabei fleissig goldene Ringe ein und tötet Gegner durch springen und drehen. Nach einigen Minuten fällt aber auf, dass die Levelgestaltung viele dreidimensionale Elemente bietet und Sonic einige neue Tricks auf Lager hat! So könnt ihr beispielsweise im Sprung durch drücken der R-Taste einen "Trick" ausführen, der eure Boost-Leiste füllt. Mit Hilfe dieses Boost könnt ihr dann mit Hilfe der Y-Taste einen speziellen Move ausführen, der Hindernisse in eurem Weg beiseite räumt.
Die Level selbst sind schön gestaltet, sehr bunt und immer passend zum jeweiligen Szenario eingerichtet. Der Double Screen wird sehr gut ausgenutzt, da ihr während eines Levels immer auf beiden Bildschirmen gleichzeitig spielt - je nachdem, ob Sonic weiter unten oder weiter oben ist. Auch ist es - im Vergleich zu anderen Sonic Spielen - nicht so schwer unbeschadet ans Ziel zu kommen. Am Ende eines Levels angekommen erhaltet ihr je nach Anzahl der eingesammelten Ringe, benötigter Zeit und anderer Faktoren eine Wertung nach amerikanischem System (A als Bestes, C als guter Durchschnitt, usw.). Je höher eure Wertung, desto mehr Materialien erhaltet ihr am Schluss eines Levels und desto eher kann der gute alte Tails das neue Boot bauen, mit dem ihr zu neuen Inseln, weiteren Leveln und anderem Material fahren könnt.
Nach jeweils 2 Leveln steht der für die jeweilige Insel typische Bosskampf an. Dieser ist stets komplett in 3D gehalten. Meist lauft ihr als Sonic im Kreis um den Gegner herum, weicht seinen typischen Attacken aus und greift ihr an, wenn er verwundbar ist. Auch hierbei wird der Double Screen perfekt ausgenuzt: Auf der zweiten Insel kämpft ihr beispielsweise gegen einen Maschinenboss, dessen "Kopf" sich auf dem oberen Bildschirm befindet, seine gefährlichen Kugelarme schwingen im Touchscreen um euch herum. Durch geschicktes Springen müsste ihr diese anstoßen, bis sie über beide Screens auf ihn zurückpendeln und ihn im oberen Bildschirm treffen.
Sobald Tails ein neues Boot fertiggestellt hat, könnt ihr andere Inseln anfahren. Dazu malt ihr auf der Karte mit dem Stylus die gewünschte Route zur nächsten Insel ein - je besser das Boot, desto weiter könnt ihr fahren. Auf dem Weg dorthin müsst ihr ein kleines Minispiel absolvieren, dass sich wieder komplett in 3D zeigt. Ihr steuert das jeweilige Boot dann mit dem Stylus und müsst z.B. Rennen fahren, Gegnern ausweichen oder aus Kanonen feuern. Diese Boot-Spiele sind nett gemacht, geben optisch einiges her und sind eine gelungene Abwechslung zum "Sonic-Alltag".
Nicht umsonst heisst der neuste Streich des blauen Igels Sonic Rush Adventure: Vor und nach jeder neuen Insel, bei jedem neuen Boot und auch oft genug dazwischen bringen Zwischensequenzen die - zugegeben nicht sehr anspruchsvolle - Story immer ein Stück weiter. Wem die vielen Intermezzos auf die Nerven gehen, kann diese ganz einfach durch Drücken der Starttaste überspringen. Auch Adventure-typisch ist die "Basis" auf Marine Island, von der aus ihr alle Level und Missionen nochmal betreten, euch mit den anderen Charakteren unterhalten und neue Missionen entdecken könnt. Wer mag kann auch Marines Haus mit Möbeln verschönern, die ihr für ein paar goldene Ringe erstehen könnt.
Neben dem stimmungsvoll und aufwendig gestaltetem Leveldesign trägt auch die fetzige Musik sehr zum Spielspass bei. Die Pop-Beats passen stets perfekt zum jeweiligen Level oder Boss und sind trotz der eher kleinen Lautsprecher des DS erstaunlich klar.
Auch die Steuerung von Sonic Rush Adventure ist einwandfrei und leicht zu erlernen. Im kurzen Tutorial wird euch jeder Move gut erklärt und nach dem ersten Level habt ihr die Steuerung von Sonic und seinen Freunden raus.
WiFi-Fähigkeit
Zuletzt noch ein paar Worte zur WiFi-Fähifkeit von Sonic Rush Adventure, die ich leider nicht ausgiebig testen konnte, da das Spiel noch nicht offiziell erschienen ist. Über WiFi könnt ihr entweder via Freundescode oder über eine Zufallssuche Mitspieler finden. Gegen die könnt ihr dann in zwei Modi euer Können unter Beweis stellen: Rennen (wer zuerst am Ende eines Levels ankommt, gewinnt) und Ringe sammeln (wer am Ende die meiste Ringe hat, gewinnt). Zudem könnt ihr über Online-Ranglisten die Bestzeiten von Spielern auf der ganzen Welt abrufen. Mehr zu WiFi und dem drahtlosen Spielen erfahrt ihr in einigen Wochen, wenn das Spiel erschienen ist.
Pro und Contra
+ 3D Grafik, vor allem bei Bossen und Minispielen
+ Passende, mitreißende Musik in hoher Qualität
+ Dynamische, abwechslungsreiche Level
+ Angemessener Schwierigkeitsgrad
+ Spannende Bosskämpfe
+ Nutzt die Hardware des DS perfekt aus
+ Langzeitmotivation durch geheime, freischaltbare Missionen und WiFi
+ Nach jedem Level kann gespeichert werden
- Zwischensequenzen nicht jedermanns Sache und oft etwas nervig
- Level hauptsächlich in 2D
- Nur ein Spielerprofil, es können nicht 2 Spieler gleichzeitig an einem Spiel spielen
Fazit
Alles in Allem erscheint mit Sonic Rush Adventure ein solides und spaßiges Jump'n'Run mit abwechslungsreichen Minispiel- und Adventure-Einlagen. Die überwiegende 3D-Grafik, die passende, fetzige Musik und altbekannte und neue Sonic-Charaktere (die man übrigens stellenweise auch selbst steuert), runden Sonics neustes Abenteuer perfekt ab.
Vielen Dank an SEGA für die Bereitstellung eines kostenlosen Reviewexemplars