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Mario Kart DS

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Titel: Mario Kart DS
System: Nintendo DS
Publisher: Nintendo
   
Genre: Rennspiel
Spieleranzahl: 1-8 Spieler
Mehrspielermodus: Drahtlos oder WiFi
WiFi (Online): ja
Alterseinstufung: Alterseinstufung
Besonderheiten: keine
Releasetermin: 24. November 2005

Zur Herstellerbeschreibung von Mario Kart DSSpieletest zu Mario Kart DSLösungen und Cheats für Mario Kart DSDiskutiere über Mario Kart DS im Forum!



Review (Spieletest):

Review von Benjamin

1. Intro:

Kein Intro. Wartet man allerdings ein paar Sekunden im Hauptmenü, wird einem ein beliebiges Rennen gezeigt, welches mit flotten Kamerafahrten und Schnitten auf dem Fokus eines Fahrers bleibt.

2. Der Anfang:

Ich habe im Einzelspielermodus die Auswahl zwischen Grand Prix. Zeitfahren, Versus, Wettkampf und Rennmissionen.

Grand Prix:
Wie bei bereits vergangenen Mario-Kart-Titeln kann ich hier um mehrere Pokale fahren. Vorher wählt man die Kubikklasse aus, welche von 50ccm über 100ccm bis zu 150ccm reicht. (ccm bedeutet Kubikzentimeter und hat was mit dem Motor zu tun, bzw. dem Hubraum. Je größer der Hubraum, desto größer die Leistung.) Je höher also die ccm-Zahl, desto schwerer wird es, an seine Gegner zu überholen.
Nach der ccm-Wahl habe ich dann die Entscheidungsmöglichkeit zwischen dem Nitro-Grand Prix und dem Retro-Grand Prix. Vor allem letzterere finde ich sehr witzig, weil hier nur Strecken enthalten sind, die schonmal in vorherigen Mario Kart Spielen zu sehen waren. Ein kleiner Textvermerk vor dem Name sagt sogar von welchem System die Piste stammt. Ich erkenne die alten Strecken vom Super Nintendo direkt wieder. Daneben gibt es auch welche vom GBA, N64 und Gamecube.

Innerhalb dieser beiden Grand Prixs gibt es wiederum 4 Auswahlmöglichkeiten, von denen ich aber zwei erst freischalten muss. Zunächst bleiben mir bei beiden ersten Felder vorbehalten. Beim Nitro Grand Prix wähle ich den Pilz-Cup.
Die Rennen sind sehr lustig und es macht auch Spaß, aber fordernd ist das ganze nicht. Ich gewinne ausnahmslos alle Rennen. Beim Flower-Cup und den beiden freigeschalteten Pokalrennen geht es mir genauso. Die 150ccm-Rennen sind viel spannender, weil die Gegner viel schneller sind und sich nicht so einfach abhängen lassen.

Versus:
Hier kann ich einfach Fahrer, Auto und Strecke wählen und fahre dann gegen die Computergegner ein Rennen.

Wettkampf:
Hier gibt es ein Wiedersehen mit dem altbekannten Ballon-Battlemodus. Jeder Fahrer hat eine bestimmte Anzahl an Ballons und es gilt, mit Items, die Ballons der Gegner zu zerschießen. Die Items sind dabei dieselben wie in den normalen Rennen. Glück hat, wer einen roten Panzer ergattern kann. Das ganze findet in einer Arena statt, einem einfachen Level ohne vorgegebene Strecke oder Fahrtrichtung. Die Mannschaft, die zuerst keine Ballons mehr hat, hat verloren. Jeder gegen Jeden ist natürlich auch möglich. Dieser Modus nennt sich bei Mario Kart DS „Ballonbalherei“.
Daneben gibt es auch den Modus „Insignienraser“. Dabei sind in der Arena goldene „Orden“ verteilt, die man aufsammeln kann. Durch den Einsatz von Items (Panzern) kann man den Gegner abschießen, der daraufhin seine Insignien verliert. Diese sollte man dann schleunigst aufsammeln. Hat man längere Zeit keine Insignien, scheidet man aus. Der Fahrer mit den meisten Insignien gewinnt.

Rennmissionen:
Hier hat man die Auswahl aus verschiedenen Missionen, die man erfüllen muss. Zum Beispiel muss man auf einer Strecke 15 Münzen einsammeln oder durch verschiedene Tore fahren. Nach und nach erledigt man alle Missionen, wird ein Endgegner freigeschaltet, den man besiegen muss. In Level 1 der Missionen ist das eine schwarze Kugel namens „Bully“. Man ist mit ihr auf einer Plattform, die im Wasser schwimmt. Die Kugel versucht dich schnaubend von der Plattform ins Wasser zu drängen. Dasselbe musst du auch versuchen, brauchst dazu allerdings das Pilzitem, welches man in der Mitte der Plattform aufnehmen kann. Die Idee finde ich sehr lustig und dadurch spornt es einen an, weitere Rennmissionen zu machen um die neuen Endgegner zu sehen.

Der Multiplayermodus ist im Gegensatz zum Einzelspielermodus ein ganz anderes Kaliber. Hier entscheidet sich, ob man das Spiel wirklich beherrscht. Bei einem Match gegen einen Freund verliere ich gnadenlos jedes Rennen. Er hat immer wieder das Quentchen mehr Glück wie ich, oder ist von vornerein viel zu weit entfernt von mir, als das ich noch eine Chance hätte, ihn zu überholen. Man merkt erst im Multiplayermodus den Spaß und den Kern des Spiels. Dieser liegt darin, dass ein Rennen wirklich erst dann entschieden ist, wenn man als erster über die Ziellinie fährt. Vorher ist alles offen, egal wie weit der eine oder andere hinten liegt. Hat man das Glück die richtigen Items zu erwischen, kann man dem Gegner immernoch so stark zusetzen, dass dieser bald die Rücklichter des eigenen Gefährts zu sehen bekommt.

3. Spaß:

Der Einzelspielermodus ist nicht sehr fordernd und langweilt mich daher sehr schnell.

Der Multiplayermodus macht sehr viel mehr Spaß. Bei den Rennen ist es mir sehr oft passiert, dass ich 3 von 3 Runden auf dem ersten Platz war, aber dann kurz vorm Ziel von irgendwas behindert werde (blauer Stachi-Panzer, roter Panzer, etc) um mich dann mit dem zweiten Platz zufrieden geben zu müssen. Sehr ärgerlich. Frust und Spaß liegen hier sehr nahe. Die Ungewissheit, die Spannung, was noch passieren könnte bis zur erlösenden Fahrt über die Ziellinie macht bei diesem Spiel meiner Meinung nach den Kern des Spielspaßes aus. Ebenso natürlich die Schadenfreude, wenn man seine Gegner doch noch kurz vor Ende des Rennens überholen kann.

Was ich sehr lustig finde ist, dass man sein eigenes Symbol zeichnen kann. Mit dem Touchpen kann ich eine kleine pixelige Grafik zeichnen, die fortan auf meinem Gefährt zu sehen ist. Das mache ich in einem speziellen Modus, der mir 3 unterschiedliche Pinselgrößen und Radierergrößen sowie verschiedene Farben zur Verfügung stellt. Eine sehr gute Idee.

Das Spiel bietet neben alten, bekannten und geliebten Strecken natürlich auch viele neue. Eine Strecke geht durch einen Flipperautomat, eine andere geht durch ein Uhrwerk usw. Hier haben sich die Streckendesigner wieder viele lustige Dinge überlegt. Mario Kart eben.

4. Gameplayüberblick:

- Items sammeln
- Items geschickt einsetzen
- Gas geben
- Sliden in den Kurven
- Im Windschatten des Gegners fahren um schneller zu werden
- Im Wettkampfmodus die Ballons des Gegners abschießen, ohne dabei selbst getroffen zu werden

5. Visuelle Dinge:

Während meinen Grand Prix – Fahrten konnte ich nur zwei Strecken erkennen, die Wettereffekte in Form von Schnee und Regen gezeigt hat. Auf gruseligen Strecken wie dem Spukhaus sind ab und an am oberen Bildschirmrand Geister zu sehen.

6. Intelligenz:

Die Computergegner sind keine ernstzunehmenden Kontrahenten. Besser man fährt im WiFi-Modus gegen andere, reale Gegner.


7. Immersion:

Im Einzelspielermodus wird man schnell gelangweilt, weil die Herausforderung fehlt. Im Grand Prix – Modus steigt der Grad aber mit der Kubikzentimeterzahl. Die 150 ccm – Rennen sind am spannendsten, weil man hier wirklich um den ersten Platz kämpfen muss.

Der Multiplayermodus macht schnell süchtig. Die Rennen sind spannend und bis zum Ende offen. Die verschiedenen neuen und auch alten Strecken faszinieren und machen Neugierig.

8. Kameras:

Man sieht seinen Fahrer stehts aus der Verfolgerperspektive und hat dadurch die perfekte Übersicht.

9. Steuerung:

Der Dualscreen des DS wird folgendermaßen eingesetzt:
Auf dem oberen Bildschirm sieht man stets das Geschehen. Fahrer, Rennstrecke usw. Auf dem Unteren Schirm sieht man eine Karte, die stilisiert die Strecke von oben darstellt. Man selbst und die anderen Fahrer sind dort als kleines Item, welches den Kopf des Fahrers darstellt, vertreten. Auf dieser Karte kann man schon von weitem sehen, ob sich Hindernisse, wie Bananenschalen auf der Straße befinden. Auch Itemblöcke sind dargestellt. Alles mit kleinen, eindeutigen Symbolen. Auf der linken Seite des Screens sieht man dazu noch die Rangliste der Fahrer. Wer an welches Position ist und sogar, wer welches Item gerade besitzt. Berührt man den Touchscreen oder drückt „Y“, wechselt die Kartenansicht in eine Gesamtansicht der Strecke von oben. Hier sieht man dann alle Fahrer und wo sie sich gerade befinden.

Der Touchpen wird eigentlich garnicht benötigt. Zur Auswahl der Strecke, etc. kann man auch ohne Probleme das Steuerkreuz benutzen. Für den Zurückpfeil unten links nehme ich immer den linken Daumen.

10. Ideen:

Man kann sein eigenes Symbol zeichnen, welches mein Gefährt in Multiplayermatches ziert. Das Zeichnen mit dem Touchpen ist jedoch etwas gewöhnungsbedürftig.

Die Strecken sind teilweise sehr witzig. Zum Beispiel die Strecke, welche wirkt, als würde man in einem Flipperautomaten fahren. Kugeln rollen durch eine bunte, blinkende Rennstrecke und man muss aufpassen, nicht von ihnen erwischt zu werden. Auch die Strecke durch ein Uhrwerk finde ich sehr einfallsreich.

11. Erinnerung

In Erinnerung bleiben die spannenden Multiplayermatches und die einzigartigen Rennstrecken sowie die altbekannten Strecken vom Super Nintendo.



Schlussfazit:

Gegen Freunde oder andere, „reale“ Gegner über WiFi zu spielen macht wirklich sehr viel Spaß. Die Rennen sind sehr spannend, weil die Führung, dank der Items, auch noch kurz vor dem Überfahren der Ziellinie verloren gehen kann. Der Einzelspielermodus motiviert durch das Freispielen von neuen Fahrern oder neuen Strecken, ist aber schnell durchgespielt.
Wer über WiFi spielen kann, muss zuschlagen. Alle anderen sollten warten, bis das Spiel etwas günstiger zu kaufen ist. Alternativ kann man sein Glück über Ebay versuchen


Spielbewertung Gesamtbewertung



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